Bericht: Organisationen florieren, wenn Mitarbeitende selbst wählen dürfen

Das Potenzial von Mitarbeitenden lässt sich am besten entfalten, wenn sie Gestaltungsspielraum und Wahlfreiheit bei ihren Aufgaben erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt der 2021 Deloitte Global Human Capital Trends Report.
„Wir lebten in einer Welt, in der wir annahmen, Organisationen wüssten am besten, welche Kompetenzen Mitarbeitende mitbringen müssen“, heißt es im Bericht im Abschnitt „Mehr als Umschulung: Das Potenzial der Belegschaft entfesseln“. „Die Pandemie hat uns jedoch gelehrt, dass sich Potenzial erst dann voll entfaltet, wenn Mitarbeitende mehr Initiative ergreifen dürfen. Beim Potenzial der Belegschaft geht es nicht darum, wofür Mitarbeitende eingestellt wurden, wofür sie zertifiziert sind oder was Organisationen oder Führungskräfte als Nächstes von ihnen erwarten. Es geht darum, ihnen mehr Freiheit zu lassen, selbst zu entscheiden, wie sie am besten zur Lösung zentraler geschäftlicher Probleme beitragen können, während sich Organisationen und Ökosysteme weiterentwickeln.“
Eine Möglichkeit dazu bieten laut dem Bericht sogenannte Opportunity Marketplaces.
Darin wurden die Vorteile von Opportunity Marketplaces aufgezeigt, für Organisationen ebenso wie für Mitarbeitende:
- Opportunity Marketplaces bringen Informationen über Leidenschaften, Kompetenzen und Stärken der Mitarbeitenden ans Licht, die Organisationen bislang womöglich verborgen geblieben sind. Mit diesem Wissen lassen sich Mitarbeitende besser unterschiedlichen Projekten zuordnen, und das trägt erheblich dazu bei, die Leistung der Organisation zu steigern.
- Mitarbeitende bleiben motiviert und engagiert, weil sie sich dem widmen können, was ihnen wichtig ist, und genau die Stärken und Kompetenzen einsetzen, die sie am liebsten nutzen möchten.
Außerdem fordert der Bericht Organisationen auf, über klassische Modelle der Personalplanung hinauszudenken. „Bisher stützte sich die Personalplanung auf Kompetenzmodelle, statische Stellenbeschreibungen und lineare Karrierepfade, um Arbeit und Belegschaft zu definieren und zu organisieren“, heißt es darin. „Top-down-Ansätze, bei denen zunächst der geschäftliche Bedarf ermittelt und dann die passenden Kompetenzen gesucht oder aufgebaut werden, werden immer langsamer sein als Ansätze, bei denen Mitarbeitende sich auf Grundlage ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst einbringen können.“
Über den Bericht
Für den 2021 Deloitte Global Human Capital Trends Report wurden 6.000 Fachkräfte in 99 Ländern befragt, und zwar aus allen Branchen, Sektoren und Regionen der Welt.
Ziel der Autorinnen und Autoren war es nach eigenen Angaben herauszufinden, was Organisationen tun müssen, um während der Covid-19-Pandemie nicht nur zu „überleben“, sondern zu „florieren“.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
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