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So setzen Sie sich Ziele für Ihre persönliche Entwicklung

Werden Sie die beste Version Ihrer selbst, indem Sie sich konkrete und anspruchsvolle Ziele setzen

9 Min. Lesezeit

Was genau sind Ziele zur persönlichen Entwicklung?

Ziele zur persönlichen Entwicklung oder zum persönlichen Wachstum setzen Sie sich, um Ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Dazu gehört, Ihre Kompetenzen einzuschätzen und herauszufinden, wo Ihre Interessen und Begabungen liegen. So können Sie einen Fahrplan entwerfen, um die beste Version Ihrer selbst zu werden. Ein solches Ziel kann etwa sein, Soft Skills zu entwickeln ( empathischer zu werden oder wirkungsvoller zu kommunizieren) oder technische Fähigkeiten aufzubauen (SQL oder Python zu beherrschen).

Warum ist es wichtig, sich Ziele für das persönliche Wachstum zu setzen?

Es gibt viele Gründe, warum man sich Ziele für das persönliche Wachstum setzen sollte.

Zum einen hat die Forschung einen Zusammenhang zwischen dem Setzen von Zielen (ob aus persönlichen oder beruflichen Gründen) und mehr Motivation, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Autonomie nachgewiesen. Außerdem hängen Zielsetzung und Erfolg eng zusammen, denn wer sich Ziele setzt, baut seine Stärken aus und hat dadurch mehr Erfolg bei allem, was er sich vornimmt. Der US-amerikanische Unternehmer, Autor und Motivationsredner Jim Rohn bringt einen dritten Grund sehr treffend auf den Punkt: „Wenn Sie Ihren eigenen Lebensplan nicht gestalten, landen Sie wahrscheinlich im Plan von jemand anderem. Und raten Sie mal, was der für Sie vorgesehen hat? Nicht viel.“

Rohn hat recht. Man kann wohl sagen, dass die meisten von uns nach dem Berufseinstieg in einen Karriereplan „hineinrutschen“, den wir uns nicht wirklich selbst zurechtgelegt haben. Unser Werdegang verläuft fast automatisch: hier eine Beförderung oder Gehaltserhöhung, dort eine Kündigung oder ein klangvollerer Titel bei einem Wettbewerber Ihres Arbeitgebers. Hinzu kommt, dass die meisten Organisationen nicht besonders gut darin sind, Talente zu fördern (auch wenn sich das allmählich ändert). Der beste Weg, persönlich und beruflich zu wachsen, besteht für die meisten also darin, sich eigene Ziele zu setzen und die Schritte festzulegen, die nötig sind, um sie zu erreichen. Ziele zur persönlichen Entwicklung helfen Ihnen dabei, weil sie Ihnen Fokus und eine klare Richtung für Ihre Karriere geben. Außerdem verschaffen sie Ihnen einen Vorsprung vor Kolleginnen und Kollegen, die sich keine solchen Ziele setzen.

Was ist Zielsetzung?

„Gegenstand oder Zweck einer Handlung, zum Beispiel ein bestimmtes Leistungsniveau zu erreichen, in der Regel innerhalb einer festgelegten Frist.“

So stecken Sie sich Ziele für Ihre persönliche Weiterentwicklung

Schritt 1: Entwerfen Sie Ihre Vision

Wer nicht weiß, wo er steht oder wohin er will, kann auch keinen Weg dorthin planen. Der erste Schritt erfordert deshalb etwas Selbstreflexion. Denken Sie über Ihre Interessen und Ambitionen, Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten nach. Was motiviert Sie? Lieben Sie, was Sie tun? Sind Sie von Ihrem Job so besessen wie Papierverkäufer Dwight Schrute von seinem? Möchten Sie auf Ihrem aktuellen Karriereweg bleiben? Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Die Antworten auf all diese Fragen helfen Ihnen, realistische und erreichbare Ziele zu setzen.

Um herauszufinden, was Ihnen Energie gibt, führen Sie eine SWOT-Analyse durch, also eine Bewertung Ihrer Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken.

Fragen Sie sich bei den Stärken: Was können Sie besser als andere? Haben Sie ein natürliches Talent, das Sie weiter ausbauen oder zu Ihrem Vorteil nutzen können? Welche Fähigkeiten setzen Sie gern und mit Stolz ein? Was gibt Ihnen Energie?

Zu Ihren Schwächen können Fähigkeiten gehören, in denen Sie nicht wirklich gut sind: solche, die Ihnen keine Energie geben, oder solche, die Sie gerade im Job erlernen (etwa Führungskompetenzen), die Sie gern ausbauen möchten, aber noch nicht sicher beherrschen. Es kann auch eine Fähigkeit sein, die Sie nicht besonders gern einsetzen, zum Beispiel öffentliches Sprechen, deren Bedeutung Ihnen aber bewusst ist. Sie müssen nicht alle Ihre Schwächen auflisten, sondern nur die, die für Ihre Ziele relevant sind. Für einen zusätzlichen Blick auf Ihre Stärken und Schwächen holen Sie Feedback von Ihrer Führungskraft, Ihren Kolleginnen und Kollegen oder Gleichgestellten ein.

Eine Chance kann ein Interesse an einem Bereich sein, der heute an Bedeutung gewinnt (etwa Datenanalyse), oder eine Fähigkeit, die Sie sehr gern einsetzen und die Ihnen, weiterentwickelt, neue Möglichkeiten eröffnen könnte. Ein Risiko kann eine Fähigkeit sein, die durch Automatisierung oder künstliche Intelligenz in einigen Jahren voraussichtlich überholt sein wird.

Um eine realistische Vorstellung von Ihrer persönlichen Entwicklung zu bekommen, können Sie zum Beispiel Ihre Ziele mit Menschen besprechen, die das alles schon hinter sich haben, und sie um Rat bitten. Das kann Ihr Mentor sein, Ihre Führungskraft oder auch ein erfahrener Kollege, den Sie bewundern. Wenn Ihre Führungskraft hinter Ihnen steht und Ihr Entwicklungsplan ihr gefällt, unterstützt sie Sie vielleicht sogar aktiv: etwa indem sie erreicht, dass das Unternehmen Weiterbildungen bezahlt oder Sie dafür freigestellt werden.

Schritt 2: Setzen Sie konkrete, realistische und erreichbare Ziele

Sobald Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen und eine Vision für die Zukunft haben, ist es Zeit, die Ziele festzulegen, die Sie dorthin bringen.

Für diesen Schritt lohnt sich ein Blick auf die Forschung der Zielsetzungstheoretiker Locke und Latham, die fünf zentrale Prinzipien für wirksame und erfolgreiche Ziele aufgestellt haben:

  • Klarheit: Klar formulierte, eindeutige Ziele motivieren stärker als vage Ziele.
  • Herausforderung: Die Ziele sollten anspruchsvoll, aber erreichbar sein. Lockes Forschungsarbeiten zeigten: Je anspruchsvoller die Ziele, desto mehr strengten sich die Menschen an, um sie zu erreichen.
  • Zielbindung: Gemeint ist, wie stark sich jemand an ein Ziel gebunden fühlt. Diese Bindung sorgt dafür, dass wir auch dann dranbleiben, wenn Hindernisse auftauchen. Laut Locke und Latham arbeiten Menschen eher auf ein Ziel hin, wenn sie sich persönlich dafür einsetzen und es für erreichbar und wichtig halten.
  • Feedback: Feedback gehört zu den wirksamsten Mitteln, um sich für die eigenen Ziele zu motivieren. Dafür können Sie Ihre Fortschritte regelmäßig messen (etwa festhalten, wie viele Kurse Sie besucht oder wie viele B��cher Sie gelesen haben) oder Ihren Accountability-Partner (dazu später mehr) bzw. Ihren Mentor bitten, Ihnen zurückzumelden, wie Sie vorankommen. Laut Locke und Latham sind klare Ziele in Verbindung mit Feedback „wirksamer, um hohe Leistung oder Leistungsverbesserung zu motivieren, als jedes von beiden für sich allein“.
  • Aufgabenkomplexität: Sind Ziele zu komplex, kann das die Motivation bremsen, weil man sich beim Versuch, sie zu erreichen, schnell überfordert fühlt. Hier kann es helfen, komplexe Ziele in kleinere Etappen aufzuteilen, die sich leichter bewältigen lassen.

Schritt 3: Bestimmen Sie, welche Kompetenzen Sie zum Erreichen Ihrer Ziele brauchen

Sobald Sie ein recht klares Bild von Ihren Stärken und Schwächen, Ihren Kompetenzen und Fähigkeiten, Ihrem Antrieb, Ihren Ambitionen und Zielen haben, gilt es herauszufinden, welche Kompetenzen Sie brauchen, um diese Ziele zu erreichen.

Ein Ansatz: vom Ziel aus rückwärts planen. Angenommen, Sie möchten unbedingt zum Profi in Sachen Datenanalyse werden. Welche Hard und Soft Skills braucht man als Datenanalyst vor allem? Dazu gehören unter anderem Datenvisualisierung, das Erstellen von Dashboards oder Berichten für die Datenanalyse, Schreib- und Kommunikationskompetenz sowie das Reden vor Publikum.

Was auch immer Ihre Ziele sind: Vergleichen Sie die Liste Ihrer Stärken mit den Kompetenzen, die Sie zum Erreichen dieser Ziele brauchen. Das ähnelt einer Skill-Gap-Analyse. Die Lücke zwischen diesen beiden Listen ist das, woran Sie arbeiten müssen.

Schritt 4: Erstellen Sie einen Plan, um diese Kompetenzen aufzubauen

Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie eine ganze Reihe von Kompetenzen aufbauen müssen. Dann ist es sinnvoll, die fünf wichtigsten zu priorisieren und einen Maßnahmenplan für ihre Entwicklung zu entwerfen. Möglicherweise verfügen Sie bei einer Kompetenz bereits über Grundkenntnisse und müssen sie nur noch weiter ausbauen, um Ihre Ziele zu erreichen. Nehmen Sie diese in Ihre Liste auf: Sie ist ein leichter, früher Erfolg, der Sie motiviert hält.

Es gibt viele Wege, die Kompetenzen aufzubauen, die Sie für Ihre Ziele brauchen, darunter Selbststudium, berufliche Zertifizierungen und die enge Zusammenarbeit mit einem Mentor.

  • Selbststudium: Das Internet ist eine wahre Schatzkammer für Wissbegierige, und Selbststudium ist eine der besten Möglichkeiten, sich die Kompetenzen für Ihre Ziele anzueignen. Zu den Online-Lernangeboten gehören anschauliche Tutorials auf YouTube, Podcasts, Videos und Online-Kurse von Fachleuten. Zahlreiche Online-Lernplattformen bieten eine große Auswahl an Kursen vom Einsteiger- bis zum Fortgeschrittenenniveau. Während Plattformen wie Coursera und Open Learn stärker strukturierte Kurse mit Vorlesungen und Aufgaben anbieten, sind andere Angebote wie Udemy oder auch YouTube-Videos weniger intensiv. Je nach Plattform gibt es kostenlose und kostenpflichtige Kurse. Manche kostenpflichtigen Kurse können Sie auch kostenlos als Gasthörer belegen. Das bedeutet, dass Sie den Kurs ohne Prüfung und ohne Abschlusszertifikat absolvieren. Open Learn bietet über 1.000 vollständig kostenlose Kurse an.
  • Berufliche Zertifizierungen: Zertifizierungen erweitern und aktualisieren nicht nur Wissen und Kompetenzen, sondern stärken auch die berufliche Glaubwürdigkeit.  Tatsächlich gibt es für einige der in den letzten Jahren gefragtesten Kompetenzen, nämlich Datenanalyse, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Cloud Computing, Projektmanagement und digitales Marketing, berufliche Zertifizierungen von führenden Anbietern der jeweiligen Branche, manche davon sogar kostenlos. Der Nachteil des Zertifizierungswegs: Er kommt überwiegend nur für Menschen im Tech-Bereich infrage.
  • Enge Zusammenarbeit mit einem Mentor: Wie ließen sich Soft Skills wie Führung, wirkungsvolle Kommunikation, Zuhören und Networking besser entwickeln als in der Zusammenarbeit mit jemandem, zu dem Sie aufschauen? Mentoren sind außerdem ideale Ansprechpartner für Feedback, das, wie bereits erwähnt, ein starker Motivationsfaktor ist.

Schritt 5: Prüfen Sie Ihre Fortschritte und überlegen Sie, sich einen Partner zu suchen, der Sie in die Pflicht nimmt

Laut Forschung erreichen Menschen ihre Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit, wenn sie ihre Fortschritte regelmäßig überprüfen.

Eine Möglichkeit dafür: Schreiben Sie Ihre Ziele auf und halten Sie monatliche oder vierteljährliche Reviews ab, in denen Sie Ihre Erfolge oder die Hindernisse festhalten, auf die Sie gestoßen sind.

Nutzerinnen und Nutzer von MuchSkills können ihre Fortschritte mit der Goldilocks-Skala von 1 bis 9 im Tool zur Kompetenzvisualisierung verfolgen. Damit lässt sich nicht nur die Entwicklung der eigenen Kompetenzen im Zeitverlauf nachverfolgen, sondern es lassen sich auch Ziele für die Zukunft setzen.

Es gibt noch einen weiteren wirksamen Weg, sich selbst in die Pflicht zu nehmen: Studien haben gezeigt, dass Menschen, die ihre Ziele aufschreiben und mit einem Freund teilen, deutlich mehr erreichen als diejenigen, die das nicht tun. Diese Studie der Psychologin Gail Matthews aus dem Jahr 2015 ergab, dass die Gruppen mit den besten Ergebnissen die folgenden drei Dinge taten:

  1. Schriftliche Ziele: Sie hielten ihre Ziele schriftlich fest
  2. Öffentliches Bekenntnis: Sie legten sich nach außen fest, indem sie ihre Vorsätze einem Freund schickten
  3. Rechenschaft: Sie nahmen sich selbst in die Pflicht, indem sie ihrem Freund jede Woche einen Fortschrittsbericht schickten.

Manche Fachleute raten, noch einen Schritt weiter zu gehen und sich einen Accountability-Partner zu suchen, der einen beim Erreichen der Ziele unterstützt. Gemeint ist jemand, der Ihnen hilft, Ihre Vorsätze einzuhalten, und zwar auf Gegenseitigkeit: Sie helfen ihm umgekehrt, seine einzuhalten. Denken Sie an den Schulfreund, mit dem Sie sich früher zusammengetan haben, um eine knifflige Hausaufgabe zu lösen oder für eine Prüfung zu lernen. Der Unterschied bei der Erwachsenenversion: Accountability-Partner müssen nicht zwingend an denselben Projekten arbeiten. Meist fragen sie regelmäßig beieinander nach, wie es läuft, und unterstützen sich gegenseitig, damit beide ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren.

Ein Beispiel dafür, wie eine solche Partnerschaft funktionieren kann: Joyce, eine angehende Autorin, fiel es schwer, ihre täglichen Schreibziele einzuhalten, weil die Anforderungen von Job und Familie sie ständig aus der Bahn warfen. Sie beschloss, sich mit ihrer Freundin Asha zusammenzutun, die ebenfalls mit ihren Schreibzielen kämpfte. Die beiden blieben regelmäßig in Kontakt und richteten sogar einen Slack-Account ein. Dort erinnerten sie sich gegenseitig an ihre Ziele, suchten gemeinsam nach Lösungen, wenn eine von ihnen nicht weiterkam, und hörten sich ganz allgemein die Klagen der anderen darüber an, wie mühsam das Schreiben ist. Beide sagen, dass ihnen die Partnerschaft bisher geholfen hat, ihre kurzfristigen Ziele zu erreichen, und sie hoffen, dass sie auch künftig beiden zugutekommt.

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MuchSkills liefert Ihnen die aktuellen Kompetenzdaten, auf denen diese Playbooks aufbauen: wer was kann, wo es Lücken gibt und wer sich weiterentwickeln möchte.

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