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Check-ins und Einzelgespräche für Führungskräfte: Der komplette Leitfaden

Die meisten Führungskräfte halten Termine ab. Nur wenige führen echte Gespräche. Der Unterschied liegt darin, was Sie über die Person wissen, bevor Sie den Raum betreten.

15 Min. Lesezeit

Ganz gleich, ob Sie gerade erst damit anfangen oder solche Termine schon seit Jahren führen: Meist taucht dasselbe Problem auf. Die Gespräche bleiben allgemein. Das wöchentliche Check-in wird nach und nach zum reinen Statusabgleich. Das vierteljährliche Einzelgespräch wird zu einem vagen Austausch über Entwicklung, bei dem keiner von Ihnen so recht weiß, wie er konkret werden soll. Sie haken die Themen ab. Sie gehen zum Nächsten über. Und viel ändert sich nicht.

Am Gesprächsformat liegt es meistens nicht. Es liegt daran, was die Führungskraft mitbringt, oder eben nicht. Wenn Sie kein klares, aktuelles Bild davon haben, was jemand kann, was die Person nach eigener Aussage weiterentwickeln möchte und wo die Lücke zwischen beidem liegt, hat das Gespräch kein konkretes Ziel. Sie fragen, wie es läuft. Die Person antwortet. Sie notieren sich, nachzuhaken. Und die nächste Woche sieht ziemlich genauso aus.

Dieses Playbook richtet sich an Führungskräfte in jeder Phase: an alle, die gerade herausfinden, wie sie ihre ersten Check-ins mit Mitarbeitenden gestalten, und an alle, die das seit Jahren tun, aber spüren, dass etwas fehlt.

Es behandelt beide Formate: das wöchentliche Check-in und das vierteljährliche Einzelgespräch. Sie verfolgen unterschiedliche Zwecke, wirken aber zusammen. Wenn beide gut laufen und auf echten Kompetenzdaten beruhen, werden sie zu dem Mechanismus, durch den Menschen tatsächlich wachsen, und durch den Sie zu einer Führungskraft werden, die niemand verlassen möchte.

Ein Check-in ist kein Einzelgespräch

Diese Unterscheidung ist wichtig, und es lohnt sich, sie genau zu nehmen.

Beim wöchentlichen Check-in steht die Arbeit im Mittelpunkt. Es ist ein kurzer Termin von fünfzehn bis dreißig Minuten, in dem Sie mit Ihrer Mitarbeiterin oder Ihrem Mitarbeiter den Stand abgleichen, Hindernisse ansprechen und sich abstimmen. Es geht also weniger um die Person als um die Aufgaben. Tiefgehende Gespräche über die Karriere sind hier fehl am Platz. Sie sorgen vielmehr dafür, dass nichts unter den Tisch fällt.

Im vierteljährlichen Einzelgespräch steht der Mensch im Mittelpunkt. Es ist ein längeres, bewusst geführtes Gespräch von mindestens einer Stunde. Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter bekommt Raum, über die eigene Entwicklung nachzudenken, zu erzählen, was motiviert und was nicht, und mit Ihnen gemeinsam zu klären, wohin die Reise gehen soll. Dieses Gespräch gehört Ihrem Gegenüber, nicht Ihnen. Ihre Aufgabe ist es, zuzuhören und der Person zu helfen, sich über ihre Entwicklung klar zu werden.

Beide gehören zum kontinuierlichen Performance Management, auf das Unternehmen umstellen, wenn sie sich vom jährlichen Beurteilungsgespräch verabschieden, das eher zurück als nach vorn blickt. Beide sind wichtig. Keins ersetzt das andere.

Das wöchentliche Check-in: So gelingt es

Ein gutes Check-in ist einfach aufgebaut. Ob es produktiv wird oder zur Routine verkommt, hängt davon ab, wie aufmerksam die Führungskraft bei der Sache ist. Und das heißt: genug über die Arbeit und die Fähigkeiten jeder einzelnen Person zu wissen, um die richtigen Fragen zu stellen und nicht nur die naheliegenden.

Vor dem Termin nehmen Sie sich zwei Minuten, um sich zu vergegenwärtigen, wo die Person gerade steht. Woran arbeitet sie? Welche Rolle hat sie derzeit im Team? Was hat sie letzte Woche angesprochen? Wenn Sie MuchSkills nutzen, zeigt Ihnen der Manager-Hub My Circle live die Kompetenzen, aktuellen Entwicklungsziele und jüngsten Veränderungen jeder Person in Ihrem Team. So gehen Sie informiert ins Gespräch, statt zu improvisieren.

Im Termin selbst könnte die Agenda so aussehen:

Steigen Sie menschlich ein. Kein Small Talk um seiner selbst willen, sondern echtes Interesse. Ein kurzer Einstieg dauert keine zwei Minuten und gibt den Ton für ein Gespräch vor, nicht für eine Berichterstattung.

Teilen Sie Neuigkeiten. Alles Relevante auf Unternehmens-, Team- oder Projektebene, das die Person betrifft. Lassen Sie sie so etwas nicht über den Flurfunk erfahren.

Fragen Sie nach ihrem Stand. Welche Fortschritte gibt es? Was blockiert? Gibt es Herausforderungen wie knappe Ressourcen, Abhängigkeiten von anderen Teams oder sonstige Reibungspunkte? Fragen Sie, wie Sie helfen können, und meinen Sie es ernst.

Greifen Sie Themen aus der Vorwoche auf. Hat die Person ein Problem angesprochen und Sie haben versprochen, sich darum zu kümmern, ist jetzt der Moment für Ihre Rückmeldung. Wer hier verlässlich bleibt, gewinnt mit der Zeit Vertrauen.

Würdigen Sie, was gut läuft. Anerkennung muss nicht aufwendig sein. Eine konkrete, ehrliche Beobachtung wie „Wie Sie die Kundeneskalation am Dienstag gelöst haben, war genau richtig“ wiegt mehr als allgemeines Lob.

Geben Sie Feedback, wenn es angebracht ist. Bleiben Sie konkret und nach vorn gerichtet. Nicht „Sie müssen Ihre Kommunikation verbessern“, sondern „Wenn Sie Projektupdates verschicken, würde eine einzeilige Zusammenfassung ganz oben den Stakeholdern helfen, die keine Zeit für alle Details haben.“

Legen Sie gemeinsam den Fokus für die nächste Woche fest. Was hat Priorität? Ist das klar? Passt es zu dem, was das Team braucht?

Fühlen Sie die Stimmung im Team. Wie läuft es mit den Kolleginnen und Kollegen? So erkennen Sie Dynamiken und Spannungen früh, bevor daraus Probleme werden, auf die Sie nur noch reagieren können.

Nach dem Termin setzen Sie um, was Sie zugesagt haben. Führungskräfte, die konsequent tun, was sie ankündigen, schaffen ein Vertrauen, durch das Mitarbeitende echte Probleme ins Check-in mitbringen statt geschönter Versionen davon.

Was Führungskräfte im Check-in vermeiden sollten

Ein paar Dinge, die einem Termin schaden, bevor er beginnt:

Kommen Sie nicht unvorbereitet. Wenn Sie sich vorher nicht angesehen haben, woran Ihre Mitarbeiterin oder Ihr Mitarbeiter arbeitet, merkt die Person das. Es signalisiert, dass der Termin eine Formalität ist, und genau so wird sie ihn dann auch behandeln.

Streichen Sie Check-ins nicht als Erstes. Wenn die Woche voll wird, fallen wiederkehrende Termine weg, und Check-ins trifft es meist zuerst. Doch gerade die Regelmäßigkeit macht sie wertvoll: Ein Check-in, das jede Woche stattfindet, auch wenn es kurz ist, schafft eine Kontinuität und ein Vertrauen, die ein gelegentlicher längerer Termin nie ganz ersetzt. Wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, verschieben Sie ihn. Lassen Sie ihn nicht ausfallen.

Verzichten Sie nicht auf Fragen. Fragen zu stellen ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit. Sie zeigen der Person damit, dass Sie wissen, was sie tut, und dass Sie bei der Sache sind. Wer im Check-in nur Informationen verkündet, führt nicht, sondern sendet bloß.

Sorgen Sie dafür, dass der Termin nicht unterbrochen wird. Diese Zeit gehört Ihrem Gegenüber. Ein Check-in auf dem Flur oder mit einem Auge auf dem Handy ist schlimmer als gar keins.

Machen Sie daraus keine Mini-Leistungsbeurteilung. Das Check-in ist nicht der Ort, um ernsthafte Bedenken zur Arbeit einer Person zum ersten Mal anzusprechen. Solche Gespräche brauchen einen anderen Rahmen und eine andere Vorbereitung.

Das vierteljährliche Einzelgespräch: So gelingt es

Geht es im wöchentlichen Check-in um die Arbeit, so geht es im vierteljährlichen Einzelgespräch um den Menschen. Es ist länger, weniger strukturiert und, wenn es gut geführt wird, das wichtigste Gespräch, das eine Führungskraft im ganzen Jahr mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter führt.

Wie gut dieses Gespräch wird, hängt fast ausschließlich von der Vorbereitung ab. Hat sich vorher keine Seite Gedanken gemacht, bleibt das vierteljährliche Einzelgespräch an der Oberfläche. Hat die Person dagegen über ihre Entwicklung nachgedacht, ihr Kompetenzprofil aktualisiert und eine klare Vorstellung davon, wohin sie möchte, dann hat das Gespräch auch ein Ziel.

Eine Woche vorher

Schicken Sie Ihrer Mitarbeiterin oder Ihrem Mitarbeiter eine kurze Nachricht und bitten Sie darum, vor dem Termin zwei Dinge zu tun:

Erstens das Kompetenzprofil in MuchSkills aktualisieren, vor allem Kompetenzniveaus, neue Zertifikate und Entwicklungsziele. Das lohnt sich, weil das Profil Ihnen beiden einen gemeinsamen, konkreten Ausgangspunkt bietet. Statt zu fragen „Wie entwickeln sich Ihre Kompetenzen aus Ihrer Sicht?“, können Sie sich gemeinsam ansehen, wie sich die Person selbst eingeschätzt hat, welche Entwicklungsprioritäten sie gesetzt hat und wie groß die Lücke zwischen ihrem aktuellen Stand und ihrem Ziel ist.

Zweitens: einen Fragebogen zur Selbstreflexion durcharbeiten, nicht um ihn bei Ihnen abzugeben, sondern für sich allein. Ziel ist es, vor dem Termin echtes Nachdenken anzustoßen, nicht Papierkram zu erzeugen. Geben Sie der Person mindestens eine Woche Zeit, damit sie ihn bearbeiten kann, wann es ihr passt.

Hier eine Vorlage für die E-Mail:

Template

Betreff: Vorbereitung auf unser Einzelgespräch

Hallo [Name],

ich freue mich auf unser Einzelgespräch am [Datum]. Damit wir die Zeit gut nutzen, wäre es hilfreich, wenn Sie vorher zwei Dinge erledigen könnten:

1. Aktualisieren Sie Ihr MuchSkills-Profil: Ergänzen Sie neue Kompetenzen, passen Sie Niveaus an, wo sich etwas verändert hat, und prüfen Sie, ob Ihre Entwicklungsziele widerspiegeln, worauf Sie hinarbeiten.

2. Nehmen Sie sich Zeit, über die Fragen unten nachzudenken. Ihre Antworten müssen Sie nicht mit mir teilen, sie sind für Ihre eigenen Überlegungen gedacht. Wenn Sie aber etwas besprechen möchten, bringen Sie es gern mit.

Geben Sie mir bitte Bescheid, wenn Ihr Profil aktualisiert ist. Falls Sie Ihre Überlegungen vorab teilen möchten, schicken Sie sie mir bitte spätestens fünf Tage vor unserem Termin.

Ich freue mich auf das Gespräch.

Diese Reflexionsfragen sollten enthalten sein:

  • Was waren Ihre größten Erfolge seit unserem letzten Gespräch?
  • Was hat Sie in Ihrer Arbeit zuletzt am meisten motiviert, und was hat Sie Energie gekostet?
  • Welche Kompetenzen haben Sie Ihrer Meinung nach weiterentwickelt, und welche kommen zu wenig zum Einsatz?
  • Wie sieht Entwicklung für Sie in den nächsten sechs bis zwölf Monaten aus?
  • Brauchen Sie etwas von mir oder vom Unternehmen, um sich in die gewünschte Richtung zu entwickeln?
  • Wie erleben Sie die Dynamik im Team derzeit?

Während des vierteljährlichen Einzelgesprächs

Ben Horowitz, Mitgründer von Andreessen Horowitz, hat es treffend gesagt: „Der Schlüssel zu einem guten Einzelgespräch liegt in der Erkenntnis, dass es das Meeting der Mitarbeitenden ist und nicht das der Führungskraft.“

Ihre Aufgabe ist es, aktiv zuzuhören, offene Fragen zu stellen und der Person zu helfen, ihre Gedanken zu ordnen. Die Zeit mit eigenen Beobachtungen zu füllen, gehört nicht dazu. Reden sollte vor allem Ihr Gegenüber.

Ein möglicher Ablauf:

  • Rückblick auf den Zeitraum: Bitten Sie die Person zu erzählen, was gut lief, was schwierig war und was sie dabei gelernt hat.
  • Bisherige Entwicklung: Wie haben sich ihre Kompetenzen und Fähigkeiten aus ihrer Sicht entwickelt? Sehen Sie sich gemeinsam ihr Kompetenzprofil in MuchSkills an, nicht um sie zu kontrollieren, sondern damit das Gespräch greifbar wird.
  • Aktueller Fokus und Energie: Welche Seiten ihrer Arbeit findet sie gerade am spannendsten? Wo werden ihre Kompetenzen gut genutzt, und wo kommen sie zu kurz? Studien von Gallup zeigen immer wieder, dass Mitarbeitende, die ihre Stärken jeden Tag einsetzen können, deutlich engagierter und produktiver sind.
  • Herausforderungen und Bedenken: Wo hakt es? Gibt es Kompetenzen, die sie ausbauen muss, um ihre aktuelle Rolle besser auszufüllen? Gibt es Hürden auf ihrem Entwicklungsweg, die sie nicht selbst aus dem Weg räumen kann?
  • Teamdynamik: Wie läuft es mit den Kolleginnen und Kollegen? Gibt es Beziehungen oder Dynamiken, über die die Führungskraft Bescheid wissen sollte?
  • Der nächste Zeitraum: Wie könnte ihre Entwicklung in den kommenden Monaten aussehen? Legen Sie gemeinsam ein bis drei konkrete Entwicklungsziele fest. Sie sollten konkret genug sein, um sie umzusetzen, und sich sowohl an dem orientieren, was die Person möchte, als auch an dem, was das Unternehmen braucht.

Beenden Sie das Gespräch positiv. Würdigen Sie etwas Konkretes an dem Beitrag, den die Person leistet. Sagen Sie nichts, was Sie nicht meinen: Aufrichtigkeit zählt mehr als schöne Worte.

Was Führungskräfte im vierteljährlichen Einzelgespräch vermeiden sollten

Sagen Sie nicht ab. Daniel Nilsson, Mitgründer von MuchSkills, bringt es auf den Punkt: „Sagen Sie ein Einzelgespräch nie ab. Verschieben Sie es, aber sagen Sie es nie ab.“ Fällt ein vierteljährliches Einzelgespräch ohne Ersatztermin aus, geht nicht nur ein Meeting verloren. Es gehen Monate an Entwicklungsdynamik verloren, und es entsteht der Eindruck, dass Entwicklungsgespräche verzichtbar sind. Die Person hat Vorarbeit geleistet. Sie hat nachgedacht. Sie kommt vorbereitet. Wer dann absagt, sendet eine Botschaft, die keine Führungskraft senden will.

Reden Sie nicht die meiste Zeit selbst. Es ist das Meeting Ihrer Mitarbeiterin oder Ihres Mitarbeiters. Ihre Aufgabe ist es, gute Fragen zu stellen und aufmerksam zuzuhören, nicht den Raum mit eigenen Beobachtungen zur Leistung der Person zu füllen.

Machen Sie daraus keine Leistungsbeurteilung. Das vierteljährliche Einzelgespräch ist ein Entwicklungsgespräch, keine Bewertung. Wenn es ernsthafte Leistungsthemen anzusprechen gibt, braucht es dafür ein separates Gespräch mit entsprechender Vorbereitung und passendem Rahmen.

Lassen Sie die Nachbereitung nicht aus. Die Zusagen im Gespräch sind nur so viel wert wie das, was danach passiert. Eine Zusammenfassung per E-Mail innerhalb von ein, zwei Tagen und die tatsächliche Umsetzung: Erst das verleiht dem Termin Bedeutung.

Nach dem vierteljährlichen Einzelgespräch

In diesem Gespräch haben Sie Dinge erfahren, die verändern, wie Sie diese Person führen. Sorgen Sie dafür, dass aus diesem Wissen Handeln wird und nicht nur eine Notiz in einer Akte.

Schicken Sie innerhalb von ein, zwei Tagen eine E-Mail zur Nachbereitung. Fassen Sie die vereinbarten Entwicklungsziele, Ihre Zusagen und die nächsten Schritte zusammen. Halten Sie sie kurz und konkret.

Template

Hallo [Name],

vielen Dank für das Gespräch, ich schätze diese gemeinsame Zeit sehr. Hier eine Zusammenfassung unserer Vereinbarungen:

• Sie werden [konkrete Entwicklungsmaßnahme] umsetzen, mit dem Ziel, sich bis [Zeitraum] von [aktuelles Kompetenzniveau] auf [Zielniveau] zu verbessern. • Ich werde [Zusage der Führungskraft: Feedback, Zugang, Kontaktvermittlung usw.]. • Wir besprechen die Fortschritte in unserem nächsten vierteljährlichen Einzelgespräch am [Datum].

Falls ich etwas vergessen habe, sagen Sie mir bitte Bescheid. Ich freue mich darauf, Sie dabei zu unterstützen.

Setzen Sie den Plan in Gang. Wenn Sie zugesagt haben, die Person mit einer erfahrenen Kollegin oder einem erfahrenen Kollegen bekannt zu machen, tun Sie es. Wenn Sie ihr mehr Verantwortung in einem Projekt versprochen haben, halten Sie Wort. Die Nachbereitungs-E-Mail ist der einfache Teil. Glaubwürdigkeit entsteht durch das, was danach passiert.

💡 Tipp: Ihr Umgang miteinander muss ehrlich und respektvoll sein.

Wie Kompetenzdaten beide Gespräche verändern

Dass Check-ins zum Statusabgleich und vierteljährliche Einzelgespräche zum vagen Plausch über Entwicklung werden, hat einen Grund: Führungskräfte gehen ins Gespräch, ohne ein klares Bild von der Person zu haben.

Wenn Sie wissen, was jemand kann, und zwar nicht aus einem ein Jahr alten Lebenslauf oder einer sechs Monate alten Leistungsbeurteilung, sondern aus einem aktuellen Kompetenzprofil, das die Person selbst pflegt, wird das Gespräch ein ganz anderes. Sie können gezielt nachfragen. Sie erkennen, wo Lücken zwischen dem heutigen Stand und dem Ziel liegen. Und Sie sehen, ob die Aufgaben, die Sie vergeben, genau die Kompetenzen fördern, die der Person am Herzen liegen, oder sie nur aufzehren. Wie groß das Problem fehlender Transparenz über Kompetenzen in den meisten Organisationen ist, zeigt das MuchSkills Playbook mit Kompetenzstatistiken, das die Forschungsergebnisse an einem Ort bündelt.

My Circle in MuchSkills zeigt Führungskräften in Echtzeit die Kompetenzen, Zertifizierungen, Entwicklungsziele und jüngsten Änderungen aller Mitarbeitenden in ihrem Team. Vor einem Check-in sehen Sie so in zwei Minuten, wo jemand steht. Vor einem vierteljährlichen Einzelgespräch haben Sie damit einen gemeinsamen, konkreten Einstieg ins Entwicklungsgespräch und müssen nicht jedes Mal bei null anfangen.

Mit der Funktion Goal Setting legen Mitarbeitende Entwicklungsziele fest, verknüpfen sie mit einem KI-generierten Entwicklungsplan, finden Kolleginnen und Kollegen, die an denselben Kompetenzen arbeiten, und verfolgen ihre Fortschritte über die Zeit. Sind diese Ziele für die Führungskraft sichtbar, hat das vierteljährliche Einzelgespräch seine Agenda bereits eingebaut. Und weil MuchSkills über die Skill-Will-Methodik neben dem Kompetenzniveau auch die Motivation erfasst, sehen Führungskräfte nicht nur, was jemand kann, sondern auch, was die Person gern häufiger tun möchte. Das verändert das Entwicklungsgespräch grundlegend.

MarcusThomas, eine Kreativ- und Technologieagentur, die MuchSkills nutzt, hat genau das erlebt. Gonzalo M., VP of Technology Enablement, sagt: „Alle Mitarbeitenden wissen jetzt, was von ihnen erwartet wird, wie sie wachsen können und wohin der nächste Schritt geht. Und unsere Führungskräfte führen bessere 1:1-Gespräche als je zuvor.“

Kompetenzdaten machen die Arbeit von Führungskräften nicht in einem banalen Sinn leichter. Sie sorgen dafür, dass sich die Gespräche lohnen.

Machen Sie Ihr nächstes Einzelgespräch wirkungsvoll

Wenn sich Ihre Check-ins wie lockere Updates anfühlen und Ihre vierteljährlichen Einzelgespräche vage Zusagen hervorbringen, aus denen nichts wird, liegt die Lösung meist nicht im Gesprächsformat, sondern im Fundament darunter.

Wenn Führungskräfte sehen, was ihre Mitarbeitenden tatsächlich können, was sie weiterentwickeln möchten und wo die Lücken liegen, wird jedes Gespräch konkreter. Und konkrete Gespräche sind es, die zu echtem Wachstum führen.

Demo buchen und erfahren, wie MuchSkills Führungskräften die Transparenz über Kompetenzen verschafft, die sie für bessere Gespräche brauchen, und wie Sie Teams aufbauen, die sich weiterentwickeln, statt nur zu liefern.

Häufig gestellte Fragen

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Wie oft sollten Führungskräfte Einzelgespräche mit Mitarbeitenden führen?

Wöchentliche Check-ins sind für die meisten Teams der Standard: kurz, auf die Arbeit fokussiert, fünfzehn bis dreißig Minuten. Einmal im Quartal sollte einer dieser Termine zu einem ausführlicheren, entwicklungsorientierten Einzelgespräch von mindestens einer Stunde erweitert werden. Bei weniger erfahrenen Mitarbeitenden oder in Phasen des Wandels können häufigere Check-ins sinnvoll sein. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit: Unregelmäßige Termine untergraben das Vertrauen und die Kontinuität, die diese Gespräche wertvoll machen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Check-in und einem Einzelgespräch?

Ein Check-in dreht sich um die Arbeit: Fortschritte, Hindernisse, Prioritäten und Abstimmung im Team. Ein 1:1 (oder Einzelgespräch) dreht sich um den Menschen: Wachstum, Entwicklung, Motivation und berufliche Laufbahn. Beide finden zwischen Führungskraft und Mitarbeiterin oder Mitarbeiter statt, und beide sind Teil des kontinuierlichen Performance Managements. Sie dienen aber unterschiedlichen Zwecken und sollten nicht vermischt werden. Ein vierteljährliches Einzelgespräch wie ein Check-in zu führen, ist einer der häufigsten Gründe, warum Entwicklungsgespräche oberflächlich bleiben.

Wie werden Check-ins wirkungsvoller?

Vorbereitung ist der wichtigste Hebel. Führungskräfte, die sich vor jedem Check-in ansehen, woran ihre Mitarbeitenden arbeiten und was sich bei deren Kompetenzen und Zielen verändert hat, stellen bessere Fragen und erkennen Probleme früher. Auch Regelmäßigkeit zählt: Ein Check-in, das jede Woche stattfindet, auch wenn es kurz ist, schafft mehr Vertrauen und Kontinuität als ein gelegentlicher längerer Termin. Und wer die im Gespräch gemachten Zusagen einhält, macht aus einem guten Check-in eine Grundlage für Verbindlichkeit.

Was sollte man in einem vierteljährlichen Einzelgespräch besprechen?

Das vierteljährliche Einzelgespräch sollte vier Bereiche abdecken: den Rückblick auf den Zeitraum seit dem letzten Gespräch (Erfolge, Herausforderungen, Gelerntes), die aktuelle Energie und das Engagement der Person (was funktioniert, was nicht, ob ihre Kompetenzen gut genutzt werden), die Entwicklungsziele für den nächsten Zeitraum (konkret, gemeinsam vereinbart und in der Verantwortung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters) sowie alles, was die Führungskraft anders machen kann, um die Entwicklung zu unterstützen. Die besten vierteljährlichen Einzelgespräche werden von der Vorbereitung der Mitarbeitenden getragen. Deshalb macht ein Fragebogen zur Selbstreflexion, den Sie eine Woche vorher verschicken, einen spürbaren Unterschied für die Qualität des Gesprächs.

Das Playbook in die Praxis umsetzen

MuchSkills liefert Ihnen die aktuellen Kompetenzdaten, auf denen diese Playbooks aufbauen: wer was kann, wo es Lücken gibt und wer sich weiterentwickeln möchte.

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