Was meinen wir mit „Job Focus“?

Was meinen wir mit „Job Focus“?

Manche MuchSkills-Nutzer werden sich fragen, warum wir nach ihrem „Job Focus“ fragen und nicht nach ihrer „Stellenbezeichnung“. Einige von Ihnen haben mich auch gebeten zu erklären, was wir unter „Job Focus“ verstehen. Darum dachte ich, es wäre sinnvoll, das Konzept hier zu erläutern.

Wir suchten nach einem Begriff, mit dem wir anderen zwei Dinge über uns vermitteln können:

  • Die Fähigkeiten, die wir sicher beherrschen.
  • Die Fähigkeiten, die wir am liebsten einsetzen, weil sie uns Energie geben.

Der Begriff „Jobtitel“ passte aus zwei Gründen nicht. Erstens sagt er wenig darüber aus, welche Fähigkeiten jemand bei der Arbeit tatsächlich nutzt und ob er diese Fähigkeiten überhaupt gerne einsetzt. Zweitens sind Jobtitel für uns ein Relikt aus einer alten Ordnung, in der Titel als Währung dienten und die Stellung einer Person in der Hierarchie anzeigten. Wir sind überzeugt, dass moderne, gleichberechtigte und kollaborative Arbeitsumgebungen solche Hierarchien nicht wirklich brauchen.

So kamen wir auf den Begriff „Job Focus“.

Bei MuchSkills definieren wir „Job Focus“ als: „Den Mehrwert, den wir für unsere Kolleginnen, Kollegen und Arbeitsumgebungen schaffen und der mit unseren persönlichen Interessen, Werten und Kompetenzen verbunden ist.“

Um Ihren „Job Focus“ in MuchSkills festzuhalten, beantworten Sie zwei einfache Fragen: Worin bin ich gut? Was gibt mir Energie?

Nehmen wir meinen „Job Focus“ als Beispiel.

Dort steht: Digital Strategy > Business Strategy > Digital Transformation > User Experience Design > UI Design > Storytelling > Design Thinking > Sales. 

Die Fähigkeiten sind nach Wichtigkeit geordnet, von oben nach unten. In der MuchSkills-Oberfläche legen Sie diese Reihenfolge fest, indem Sie die einzelnen Blasen größer oder kleiner machen.

Noel Braganza on MuchSkills - Job Focus, Soft Skills, Technical Skills profile

Mein Jobtitel dagegen lautet: Digital Product Designer. Dieser Titel verrät nicht, dass ich noch viele weitere Fähigkeiten beherrsche und gerne damit arbeite.  

Bei vielen anderen Jobtiteln ist es genauso.

Denken Sie daran: Beim „Job Focus“ zählen sowohl „Können“ als auch „Interesse“. Wenn Sie eine bestimmte Fähigkeit gut beherrschen, sie aber weder jetzt noch künftig wirklich einsetzen möchten, gehört sie nicht in Ihren „Job Focus“.

Bevor ich ins Digital Product Design gewechselt bin, war ich zum Beispiel Texter, und zwar ein ziemlich guter. Frage ich mich heute, was ich gut kann, lautet eine der Antworten „Texten“. Doch das Texten reizt mich heute nicht mehr und gibt mir keine Energie. Ich möchte künftig nicht mehr damit arbeiten. Deshalb taucht es in meinem „Job Focus“ nicht auf.

Das Geheimnis, bei der Arbeit engagiert zu bleiben

Ich finde, der „Job Focus“ sagt anderen, seien es Kollegen oder Personalverantwortliche, weit mehr über uns und das, was wir können, als ein Lebenslauf oder eine „Stellenbezeichnung“.

Wir halten dieses Wissen für Personalverantwortliche und Teamleiter für wichtig: Wenn Mitarbeitende ihren „Job Focus“ sichtbar machen, sodass jeder sieht, welche Stärken sie bei der Arbeit gern einsetzen, können Arbeitgeber sie anhand dieser Informationen den passenden Projekten zuordnen.

Warum ist das so wichtig?

Drei Worte: Mitarbeitende leisten mehr.

Eine Studie aus dem Jahr 2014, erschienen im The Journal of Positive Psychology, bestätigte den Zusammenhang zwischen dem Einsatz individueller Stärken und der Arbeitsleistung. „…[D]ie Identifikation, Nutzung und Entwicklung von Stärken in der Personalführung zu fördern, kann ein hervorragender Weg sein, die Arbeitsleistung zu steigern und dadurch Leidenschaft, Vitalität und Konzentration bei der Arbeit anzuregen“, so das Fazit der Studie.

Auch der 2017 veröffentlichte Gallup-Report State of the American Workplace kam zu dem Ergebnis, dass sich Beschäftigte Rollen und Arbeitgeber wünschen, bei denen sie ihre Stärken voll ausschöpfen können. „Mitarbeitende leisten am meisten in Rollen, in denen sie ihr Talent (die natürliche Fähigkeit zu Spitzenleistung), ihre Fähigkeiten (was sie tun können) und ihr Wissen (was sie wissen) miteinander verbinden können“, heißt es dort.

Und das ist noch nicht alles.

Das Konzept „Job Focus“ berücksichtigt, dass sich Fähigkeiten und Interessen im Laufe der Zeit verändern. Vielleicht qualifizieren Sie sich weiter oder merken, dass Sie eine bestehende oder neue Fähigkeit ausbauen möchten. Im Reiter „Job Focus“ in MuchSkills können Sie genau das abbilden, indem Sie die Blase der jeweiligen Fähigkeit vergrößern oder verkleinern. All das ist sofort für Kollegen, Führungskräfte und sogar Recruiter sichtbar (sofern Ihr Profil öffentlich ist).

Also los: Tragen Sie jetzt Ihren „Job Focus“ ein.

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