FAQ13 Fragen
Genauigkeit und Verifizierung
Kubernetes · was die Aussage belegt
Woher weiß MuchSkills, dass eine Kompetenzangabe stimmt?
MuchSkills prüft nicht jede Kompetenz. Stattdessen sammelt es die Belege hinter jeder Angabe, damit Sie sie gewichten können: das Niveau, das sich die Person selbst gibt, die eigene Bewertung oder Validierung der Kompetenz durch eine Führungskraft, Zertifikate mit Nachweisdateien, Ausstellungs- und Ablaufdaten oder eine Credly-Synchronisierung sowie Berufserfahrung, Projekthistorie und Ausbildung im Profil, die zeigen, wo die Kompetenz erworben und eingesetzt wurde. Erst diese Belege zusammen machen eine Angabe glaubwürdig. Eine Selbsteinschätzung allein ist ein Suchsignal, eine von einer Führungskraft bewertete oder validierte Kompetenz eine belastbare Arbeitsannahme, ein validiertes Zertifikat mit Nachweis ein Beleg, den Sie einem Auditor vorlegen können, und die Projekthistorie ist das, was ein Kunde sehen möchte.
Sind KI-abgeleitete Kompetenzdaten zuverlässig?
KI-abgeleitete Kompetenzdaten bilden Rollenmuster gut ab, Einzelpersonen dagegen schlecht. Ein Modell, das Stellenbezeichnungen, Personaldaten und Projektzuordnungen auswertet, kann Ihnen sagen, was jemand in dieser Position üblicherweise kann. Es kann Ihnen nicht sagen, dass genau diese Person vor zwei Jahren aufgehört hat, mit Kubernetes zu arbeiten, oder zu Hause Portugiesisch spricht. Nur wenige Anbieter veröffentlichen Genauigkeitswerte auf Personenebene. Fragen Sie deshalb nach dieser Kennzahl, gemessen an Menschen wie Ihren Mitarbeitenden, bevor Sie sich auf abgeleitete Profile verlassen.
Was ist der Unterschied zwischen einer verifizierten und einer abgeleiteten Kompetenz?
Hinter einer verifizierten Kompetenz steht eine namentliche Bestätigung: Jemand anderes als die Person selbst hat sie an einem bestimmten Datum bestätigt, und der Eintrag zeigt, wer. Eine abgeleitete Kompetenz trägt stattdessen eine Wahrscheinlichkeit, die ein Modell aus Hilfsgrößen wie Stellenbezeichnung, Betriebszugehörigkeit oder abgeschlossenen Kursen errechnet. Beide haben ihren Nutzen, aber nur eine verifizierte Kompetenz beantwortet die Frage „Wer sagt das?“, die ein Auditor, ein Kunde oder ein Arbeitsgericht stellen wird. In MuchSkills werden Validierungen und Zertifikatsnachweise im Profil festgehalten.
Werden Personen in MuchSkills getestet?
Nein. MuchSkills hat keine Engine für benotete Prüfungen, kein adaptives Testen und keine Prüfungsaufsicht. Stattdessen werden Belege erfasst: die Niveaus, die sich Mitarbeitende selbst geben, die Einschätzungen von Führungskräften, Zertifikate mit Nachweisdateien sowie Projekthistorie und Berufserfahrung, die zeigen, wo eine Kompetenz eingesetzt wurde. Ergebnisse von Tests, die Sie anderswo durchführen, lassen sich als Nachweis im Profil hochladen. Eine bewertete technische Prüfung eines Assessment-Anbieters und MuchSkills ergänzen sich also gut.
Wie aktuell sind die Daten in MuchSkills nach sechs Monaten?
Kompetenzdaten veralten in jedem System, wenn nichts eine Aktualisierung anstößt. MuchSkills bringt diese Anstöße gleich mit. Jedes Profil zeigt, wann es zuletzt aktualisiert wurde, und verschickt automatische Erinnerungen. Zertifikate haben ein Ablaufdatum mit Erinnerungen an die Inhaberin oder den Inhaber (90, 60 und 30 Tage vorher sowie am Tag selbst) und einen Status, den Führungskräfte einsehen können. Berichte zeigen, welche Kompetenzen in einem Zeitraum hinzugekommen und welche weggefallen sind. Am aktuellsten halten ihre Daten meist Organisationen, die einen Profilcheck an eine bestehende Routine koppeln, etwa an das vierteljährliche Einzelgespräch.
Warum nutzt MuchSkills eine Skala von 1 bis 9 für das Kompetenzniveau?
MuchSkills arbeitet mit einer Skala von 1 bis 9, damit Mitarbeitende ihr Können präzise genug einschätzen können: 1 bis 3 steht für Einsteiger, 4 bis 6 für Fortgeschrittene und 7 bis 9 für Experten. Mit drei Stufen innerhalb jedes Bereichs lässt sich „fortgeschritten“ von „fortgeschritten und fast so weit, das Thema zu leiten“ unterscheiden. Auf einer Fünf-Punkte-Skala geht dieser Unterschied verloren, und die Bewertungen wandern zur Mitte. Dank einheitlicher Bereiche lassen sich Niveaus außerdem teamübergreifend vergleichen, ohne darüber zu streiten, was „versiert“ in der jeweiligen Abteilung bedeutet.
Kann MuchSkills zeigen, woran die Mitarbeitenden tatsächlich arbeiten?
Nur das, was dort hinterlegt ist. Mitarbeitende und Führungskräfte tragen die Projekthistorie ein. Projektzuordnungen, Stunden und Zuteilungen lassen sich aus Tools wie Jira oder Tempo übernehmen, wenn Sie diese anbinden. MuchSkills scannt keine Dokumente, liest keine Kommunikation mit und überwacht keine Bildschirme. Angezeigt wird also die Arbeit, die erfasst wurde, und nichts darüber hinaus.
Wie bewerte ich mich selbst auf der MuchSkills-Skala von 1 bis 9?
Bewerten Sie, was Sie heute im Arbeitsalltag tatsächlich tun. Bei fachlichen und technischen Kompetenzen stehen die MuchSkills-Stufen 1 bis 3 für Starting (erste Berührungspunkte), Learning (Routineaufgaben mit Anleitung) und Assisting (erfahrene Kolleginnen und Kollegen unterstützen). Die Stufen 4 bis 6 heißen Applying (selbstständig und zuverlässig arbeiten), Understanding (auch komplexe Varianten beherrschen) und Collaborating (erste Ansprechperson, die andere anleitet). Die Stufen 7 bis 9 heißen Leading (Standards und Richtung vorgeben), Educating (andere systematisch fördern) und Mastering (anerkannte Fachperson, die das Gebiet weiterbringt; das verlangen nur wenige Rollen). Für Soft Skills gibt es eine entsprechende Skala von Awareness bis Transforming.
Liest MuchSkills Kompetenzen automatisch aus Lebensläufen aus?
Nein. MuchSkills übernimmt Kompetenzen nicht automatisch aus Lebensläufen, Stellenbeschreibungen oder anderen Dokumenten in die Kompetenzprofile. Die Kompetenzen stammen aus der MuchSkills-Kompetenzdatenbank und aus dem, was Mitarbeitende, Führungskräfte und Administratoren hinzufügen oder importieren. So ist bei jedem Eintrag klar, woher er kommt. CV Inventory geht den umgekehrten Weg: Es erstellt Lebensläufe aus den Kompetenzprofilen der Mitarbeitenden in MuchSkills.
Kann MuchSkills Soft Skills erfassen?
Ja. MuchSkills bewertet Soft Skills, dort Essential Human Skills genannt, auf einer eigenen neunstufigen Skala, die von Awareness über Applying und Facilitating bis Transforming reicht. Denn verhaltensbezogene Kompetenzen werden anders beschrieben als fachliche Meisterschaft. Beide Skalen nutzen dieselben Bereiche für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten, sodass Soft Skills und fachliche Kompetenzen in einem gemeinsamen Rollenprofil und einer gemeinsamen Lückenanalyse stehen. MuchSkills ist kein Persönlichkeits- oder psychometrischer Test: Es erfasst Kompetenzen, die Menschen anwenden, auf Niveaus, die Mitarbeitende und Führungskräfte einschätzen.
Wie sorgen wir dafür, dass Führungskräfte Kompetenzen einheitlich bewerten?
Geben Sie allen dieselben Definitionen vor und vergleichen Sie die Einschätzungen. MuchSkills gibt jeder seiner neun Stufen einen Namen, von Starting bis Mastering, damit eine 6 in jedem Team dasselbe heißt. In den Rollenprofilen steht, welches Niveau die jeweilige Rolle erfordert. Selbsteinschätzung und Einschätzung der Führungskraft stehen nebeneinander, so fallen große Abweichungen auf. Führen Sie eine kurze Kalibrierungsrunde durch: Führungskräfte vergleichen einige Bewertungen zu derselben Kompetenz und einigen sich darauf, woran man jede Stufe in Ihrer Organisation erkennt. Das Onboarding kann diese Runde gemeinsam mit Ihnen durchführen.
Ist ein abgeschlossener Kurs ein Kompetenznachweis?
Nein. Ein abgeschlossener Kurs zeigt, dass jemand an der Schulung teilgenommen hat. Kompetenz zeigt sich daran, was die Person danach kann. Genau deshalb verlangt ISO 9001 in Abschnitt 7.2, die Wirksamkeit von Schulungsmaßnahmen zu überprüfen. In MuchSkills sind Kurse mit den Kompetenzen verknüpft, die sie aufbauen, und als Kompetenznachweis gelten das bewertete Niveau, ein validiertes Zertifikat oder die Projekthistorie.
Wie oft sollten Mitarbeitende ihr Kompetenzprofil aktualisieren?
Immer dann, wenn sich etwas ändert, mindestens aber einmal im Quartal. Ein neues Projekt, ein abgeschlossener Kurs oder ein neues Zertifikat sind der natürliche Anlass. MuchSkills erinnert außerdem, wenn ein Profil länger nicht aktualisiert wurde und bevor ein Zertifikat abläuft. Organisationen, die einen kurzen Profilcheck an eine bestehende Routine koppeln, etwa an das vierteljährliche Mitarbeitergespräch, halten ihre Daten in der Regel aktuell, ohne eine separate jährliche Kompetenzumfrage.